Paui
Meine größte Aufgabe besteht zur Zeit darin, die Jüngerschaftsschulung vorzubereiten. Im Februar kommen 4 Freiwillige, 3 aus Deutschland und eine aus Italien, aufs Camp raus, um uns in unseren Aufgaben zu unterstützen. Neben den praktischen Aufgaben im Camp – wie Hosten, Putzen oder dem Begleiten von Gruppen bei verschiedenen Aktivitäten – möchten wir den Freiwilligen auch Raum für Gemeinschaft und persönliches Wachstum geben. Uns ist es wichtig, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, sie in ihrem Glauben zu stärken und ihnen dabei zu helfen, eine gute Grundlage für ihren weiteren Glaubensweg zu entwickeln. Wir möchten sie ermutigen und befähigen, ihren Glauben mit anderen zu teilen, Verantwortung zu übernehmen, Gruppen anzuleiten und ihre eigene Beziehung zu Gott zu vertiefen – auch über das Jahr in Cedarwood hinaus.
Die letzten Wochen haben wir viele Gespräche mit ehemaligen Freiwilligen, Bible Collages, Gemeinden und Organisationen geführt, die ähnliche Programme haben oder aus ähnlichen Zielen im Umbruch sind. Unsere Struktur, wie wir die Woche durchführen wollen, steht auch. Das heißt für mich, dass ich nun inhaltlich die Themen ausarbeiten werde, um im Frühjahr ready zu sein.
Im YFC Winnipeg darf ich ebenfalls bei ein paar Programmen helfen. Unser nächstes Event ist eine Girls-Night, die wir für die Teilnehmerinnen der Sommercamps gestaltet haben. Es wird Waffeln geben, Worship & GIML (God In My Live) und wir bemalen Keramik Gläser, die wir gethriftet haben.
Freitags gehe ich in eine Gemeinde, die etwa 25 Minuten vom Camp entfernt liegt. Dort helfe ich bei der Vorbereitung und Anleitung von Spielen und habe die Möglichkeit, Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen. Im Schnitt kommen jede Woche 15 Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Erfahrungen mit dem christlichen Glauben zusammen.
In unserer Gemeinde (Pinawa Alliance Church https://pinawaalliance.com/what-we-do/ ) habe ich keine Aufgabe. Es werden aber freiwillige Gesucht, die Gebäck für nach dem Gottesdienst bereitstellen 🙂
Falls es dort im Laufe des nächsten Jahres eine Jugendgruppe gibt, könnte ich mir auch vorstellen, dort auszuhelfen. Aktuell möchte ich meine Gemeinde aber zum Auftanken nutzen und freue mich immer über die freundlichen Gesichter, gute Gespräche und herzliche Umarmungen.
Für Dezember haben wir ein Jugendevent geplant. In der Vorbereitung treffen wir uns regelmäßig mit Jugendpastoren und ehrenamtlichen Mitarbeitenden aus verschiedenen Gemeinden, die dort die Jugendarbeit gestalten. Gemeinsam beten und überlegen wir, wie wir Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten schaffen können, um mit jungen Menschen in Kontakt zu kommen und sie mit Gemeinden vor Ort zu vernetzen. Für unser Dezember-Event haben wir einiges vor: Outdoor-Aktivitäten, Lobpreis und Spiele im Dunkeln, die sich durch die ganze Lodge ziehen.
Jonathan
Meine Arbeit ist nicht ganz so klar wie die von Paui. Ich habe keine feste Rolle, sondern helfe an verschiedenen Stellen aus. Aktuell ist meine Hauptbeschäftigung Jeremy, unseren Maintance director, zu unterstützen. In den Letzten Wochen haben wir die ganze Logde und das Gelände winterfest gemacht. Dazu haben wir das Dock aus dem Wasser geholt, Boote gereinigt, Bäume gefällt für Feuerholz und Rohre und Heatlines für den Frühling verlegt. Diese brauchen wir, sobald das Eis taut, um unsere Rohre aufzutauen, damit all das Wasser gut abfließen kann. Daneben haben wir auch alltägliche Dinge gemacht wie mähen und Öl- und Reifenwächsel. In den nächsten Tagen wird Jeremy mir noch zeigen, was alles im täglichen Betrieb gecheckt werden muss, von unserer eigenen Wasseraufbereitungsanlagen, Heizungssystehmen und einige Dinge mehr. Vielleicht wir aus einem akademischen Pädagogen doch noch jemand, der auch was anpacken kann.
Auf der anderen Seite darf ich auch beim Hosting von Gruppen unterstützen, ihnen unsere Gebäude zeigen oder sie beim Klettern sichern, Gespräche führen und ihr Gastgeber sein. Dabei drufte ich viel Dankbarkeit und Ermutigung für unsere Zeit hier auf dem Camp erfahren.
Da ich nicht weg davon komme, habe ich angefangen, mich etwas in die IT und Organisationsstrukturen von Camp Cedarwood und dem YFC Winnipeg rein zu denken. Eine Liste aller PC erstellt, Endgeräte gemanaged und neu aufgesetzt. Daneben versuche ich Implizites Wissen und Verantwortungen, von denen es viele im YFC gibt, explizit zu machen und nieder zu schreiben, damit Arbeit nicht verloren geht wenn es für die Verantwortlichen wo anders weiter geht.
An die Meeting-Kultur, die deutlich mehr Beziehungs- und weniger Ergebnisfokussiert ist, muss ich mich noch gewöhnen.
Nebenher darf ich auch weiter für deutsche Kunden programmieren, was mir einen guten ausgleich bietet.
Zwischen all diesen Aufgaben einen geordneten Alltag zu finden ist nicht einfach. Ihr dürft gerne für mich beten, dass Gott mir zeigt an welchen Stellen er mich gebrauchen will.
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